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Basinio Basini
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Contents
β’ Leben
β’ Werke
ββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββββ
Leben
Basinio war Sohn eines Soldaten aus Mantua, der Herkunftsstadt Vergils. Anfangs erhielt er nur eine einfache Schulbildung. Sein Vater schickte ihn dann aber nach Mantua zu Vittorino da Feltre, bei dem er Latein lernte, und zu Theodoros Gazes, der ihn das Griechische lehrte. Nach dem Tod da Feltres am 2. Februar 1446 folgte Basinio Theodorus nach Ferrara. Er setzte dort seine Griechisch-Studien fort und erhielt seine lateinische Ausbildung bei Guarino da Verona. Er wurde stark von beiden Lehrern beeinflusst. Nach der Meinung Theodorus' konnte man nur korrekt Latein lernen, wenn man auch Griechisch konnte. Diese Ansicht machte sich Basinio zu eigen. Von Theodorus hatte er auch seine Verehrung fΓΌr Homer. In Ferrara macht Basinio die Bekanntschaft mit Leonello dβEste, weilte im hΓΆfischen Leben und gehΓΆrte literarischen Zirkeln an. Dort entstanden auch seine ersten dichterischen Versuche: 12 Elegien auf Cyris und eine auf Hippodamia, die alle klassischen Vorbildern folgen. AuΓerdem erschienen Texte, die heute unter dem Namen carmina varia zusammengefasst werden. Dazu zΓ€hlen Briefe in dichterischer Form (poetische Gattung der Epistel) und kleine Texte mit HomerbezΓΌgen. Diese Texte bieten auch Anhaltspunkte fΓΌr Datierungen von Werken und Einblicke in die Arbeitsweise Basinios.
1447 begab sich Basinio da Parma auf eine diplomatische Mission: Nach dem Tod von Filippo Maria Visconti sollte Francesco Sforza dessen Nachfolger werden. Basinios Auftrag war es, die Befreiung Parmas aus der AbhΓ€ngigkeit Mailands zu erwirken.
Sein erstes Epos ist die Meleagris. Sie war Leonello dβEste gewidmet, der ein begeisterter JΓ€ger war. Vermutlich als Lohn fΓΌr die Meleagris erhielt er fΓΌr 1448/1449 einen Lehrauftrag. Als Konsequenz aus seiner diplomatischen Mission kΓ€mpfte Basinio da Parma 1449 auf der Seite von Niccolo Guerriero Terzi im Castello di Guardasone gegen Alessandro Sforza. Nachdem das Kastell gefallen war, musste Parma bei Mailand bleiben und Francesco Sforza wurde Herzog von Mailand.
Wie die Briefe bezeugen, verlieΓ Basinio vermutlich noch vor dem Tod von Leonello dβEste (1. Oktober 1450) Ferrara. Er ging nach Rimini an den Hof von Sigismondo Malatesta, wo er durch ein Grabgedicht auf den dortigen Hofdichter Giusto da Valmontone auffiel. Auch die intellektuelle Debatte jener Zeit ΓΌber den Status des Griechischen wurde am Hof von Rimini gefΓΌhrt: Basinio da Parma traf dort auf zwei erklΓ€rte Gegner des Griechischen, Porcelio Pandoni und Tommaso Seneca da Camerino. In Rimini setzte er sein Schaffen fort.
Am 24. Mai 1457 verfasste er sein Testament, in dem er den Wunsch Γ€uΓerte, einen selbstgewΓ€hlten Grabspruch zu erhalten, womit er sich an Ennius orientiert. Dieser Spruch β Parma mihi patria est, sunt sydera carmen et astra β orientiert sich auffΓ€llig am Grabspruch von Vergil. AuΓerdem imitierte Bainio Vergil mit dem Wunsch, seine Hesperis verbrennen zu lassen.
Am demselben oder am folgenden Tag verstarb er. Ebenfalls auf eigene Bitte hin wurde er im Tempio Malatestiano beigesetzt.
Werke
β’ Elegien: Basini schrieb 12 Elegien auf Cyris und eine auf Hippodamia nach klassischen Vorbildern (Ovid).
β’ Carmina varia: verschiedene Texte, darunter Briefe, mit BezΓΌgen zu Homer.
β’ Meleagris: Epos in 3 BΓΌchern (2425 Verse) ΓΌber die Jagd auf den Kalydonischen Eber, Leonelle dβEste gewidmet. Publikation: 1447 oder 1448.
β’ Isottaeus: fingierter Briefwechsel zwischen Isotta, der Gattin Sigismunds, und Sigismund selbst in Metren mit panegyrischen Elementen.
β’ Astronomicon: Lehrgedicht in zwei BΓΌchern, 1455 publiziert.
β’ Hesperis: Epos in 13 BΓΌchern ΓΌber den Kampf zwischen Sigismund Malatesta und Alfons V. von Aragon, Arbeit bis 1457.
β’ Christian Peters Basinio da Parma: Hesperis. Der italische Krieg. Herausgegeben, ΓΌbersetzt und erlΓ€utert von Christian Peters. UniversitΓ€tsverlag Winter, Heidelberg 2021, ISBN 978-3-8253-4871-7.
β’ Argonautica: nur fragmentarisch erhalten; Basini starb ΓΌber der Arbeit an dem Werk (1457).